NEUE STUDIE: GEFÄẞVERKALKUNGEN OHNE NEBENWIRKUNGEN REDUZIEREN MIT DIESEM VITAMIN
von Lara Geßler, 08/2026
Neue Studie erschienen – Juni 2026!
Jeden Tag transportiert der Körper Calcium durch den Blutkreislauf. Ein Teil davon wird in die Knochen eingebaut. Was nicht dort ankommt, kann sich stattdessen in den Gefäßwänden ablagern, wo es schadet.
Welchen Weg das Calcium nimmt, entscheidet sich maßgeblich über Vitamin K2. Zu unterscheiden ist es von Vitamin K1, das in grünem Blattgemüse enthalten ist und vor allem an der Blutgerinnung beteiligt ist. Vitamin K2, vor allem in tierischen Produkten wie z. B. Eigelb enthalten, übernimmt eine eigenständige Aufgabe im Körper. Es aktiviert bestimmte Proteine, die Calcium gezielt lenken.
Eines dieser Proteine trägt den Namen Matrix Gla Protein, kurz MGP. Es gilt als der wichtigste körpereigene Hemmstoff gegen Gefäßverkalkung. MGP wird zunächst in einer inaktiven Form gebildet. Erst durch einen chemischen Schritt, den nur Vitamin K2 auslösen kann, die sogenannte Carboxylierung, wird MGP funktionsfähig und kann Calcium aus den Gefäßwänden fernhalten. Ohne ausreichend Vitamin K2 bleibt dieser Schutzmechanismus wirkungslos.
Ein zweites wichtiges Protein heißt Osteocalcin. Es sorgt im Knochen dafür, dass Calcium eingebaut und dort gehalten wird. Auch Osteocalcin benötigt die Aktivierung durch Vitamin K2. Vitamin D3 spielt dabei eine ergänzende Rolle. Es fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und regt die Bildung von Osteocalcin an. Vitamin K2 übernimmt anschließend den entscheidenden letzten Schritt und aktiviert dieses Osteocalcin. Vitamin D3 sorgt für ausreichend Calcium und die Bausteine, Vitamin K2 sorgt dafür, dass diese Bausteine am richtigen Ort ankommen.
Wie verbreitet ein Mangel an aktivem Vitamin K2 tatsächlich ist, zeigt eine niederländische Bevölkerungsstudie mit über 4000 Teilnehmern. Anhand des Blutwerts dp-ucMGP, der ansteigt, wenn zu wenig Vitamin K2 zur Aktivierung von MGP zur Verfügung steht, fand sich bei 31 Prozent der Teilnehmer eine funktionelle Vitamin K Insuffizienz. Bei älteren Menschen und bei bestehenden Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes lag der Anteil bei rund 50 Prozent. (Unsere Quelle: Riphagen et al., Nutrients 2017, doi: 10.3390/nu9121334)
Genau an diesem Mechanismus setzt eine im Juni 2026 in JAMA Cardiology neu veröffentlichte Studie an. 180 Patientinnen und Patienten mit bestehender koronarer Herzerkrankung und nachgewiesener Gefäßverkalkung nahmen zwei Jahre lang täglich Menachinon 7 ein, die bioaktivste Form von Vitamin K2. Gemessen wurde der CAC Score, ein auf Computertomographie beruhender Wert, der das Ausmaß der Koronarverkalkung (betrifft die Herzgefäße) beschreibt. In der Placebogruppe stieg dieser Wert von durchschnittlich 145 auf 214 Einheiten. In der Gruppe mit Menachinon 7 stieg er von 135 auf 184 Einheiten. Vitamin K2 verlangsamte das Fortschreiten der Koronarverkalkung signifikant. Am deutlichsten zeigte sich der Effekt bei Plaques, die zu Studienbeginn noch nicht verkalkt waren, also genau dort, wo sich die Erkrankung gerade erst entwickelt. Nebenwirkungen wurden keine beobachtet. (Unsere Quelle: Vossen et al., JAMA Cardiology 2026, doi: 10.1001/jamacardio.2026.1279)
Die Studie wurde mit einer Tagesdosis von 360 Mikrogramm durchgeführt. Diese Menge orientiert sich an früheren Untersuchungen zur vollständigen Aktivierung von MGP und liegt deutlich über dem, was in vielen verkäuflichen Präparaten enthalten ist.
Wir haben uns mit den Grundlagen von Vitamin K2 bereits intensiv beschäftigt, lange bevor diese Studie erschien. Bioaktivste Form, ausreichende Dosierung und das Zusammenspiel mit Vitamin D3 waren von Anfang an Teil unserer Überlegungen bei der Formulierung des Multis. Das Multi enthält Menachinon 7. Die Tagesdosis liegt bei 250 Mikrogramm, bei erhöhtem Bedarf bei 500 Mikrogramm.
Vitamin K2 in ausreichender Menge und in aktiver Form ist damit kein Nischenthema. Es betrifft einen relevanten Teil der Bevölkerung, deren Versorgung nicht ausreicht.
NEUE STUDIE: GEFÄẞVERKALKUNGEN OHNE NEBENWIRKUNGEN REDUZIEREN MIT DIESEM VITAMIN
von Lara Geßler, 08/2026
Neue Studie erschienen – Juni 2026!
Jeden Tag transportiert der Körper Calcium durch den Blutkreislauf. Ein Teil davon wird in die Knochen eingebaut. Was nicht dort ankommt, kann sich stattdessen in den Gefäßwänden ablagern, wo es schadet.
Welchen Weg das Calcium nimmt, entscheidet sich maßgeblich über Vitamin K2. Zu unterscheiden ist es von Vitamin K1, das in grünem Blattgemüse enthalten ist und vor allem an der Blutgerinnung beteiligt ist. Vitamin K2, vor allem in tierischen Produkten wie z. B. Eigelb enthalten, übernimmt eine eigenständige Aufgabe im Körper. Es aktiviert bestimmte Proteine, die Calcium gezielt lenken.
Eines dieser Proteine trägt den Namen Matrix Gla Protein, kurz MGP. Es gilt als der wichtigste körpereigene Hemmstoff gegen Gefäßverkalkung. MGP wird zunächst in einer inaktiven Form gebildet. Erst durch einen chemischen Schritt, den nur Vitamin K2 auslösen kann, die sogenannte Carboxylierung, wird MGP funktionsfähig und kann Calcium aus den Gefäßwänden fernhalten. Ohne ausreichend Vitamin K2 bleibt dieser Schutzmechanismus wirkungslos.
Ein zweites wichtiges Protein heißt Osteocalcin. Es sorgt im Knochen dafür, dass Calcium eingebaut und dort gehalten wird. Auch Osteocalcin benötigt die Aktivierung durch Vitamin K2. Vitamin D3 spielt dabei eine ergänzende Rolle. Es fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und regt die Bildung von Osteocalcin an. Vitamin K2 übernimmt anschließend den entscheidenden letzten Schritt und aktiviert dieses Osteocalcin.
Vitamin D3 sorgt für ausreichend Calcium und die Bausteine, Vitamin K2 sorgt dafür, dass diese Bausteine am richtigen Ort ankommen.
Wie verbreitet ein Mangel an aktivem Vitamin K2 tatsächlich ist, zeigt eine niederländische Bevölkerungsstudie mit über 4000 Teilnehmern. Anhand des Blutwerts dp-ucMGP, der ansteigt, wenn zu wenig Vitamin K2 zur Aktivierung von MGP zur Verfügung steht, fand sich bei 31 Prozent der Teilnehmer eine funktionelle Vitamin K Insuffizienz. Bei älteren Menschen und bei bestehenden Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes lag der Anteil bei rund 50 Prozent.
(Unsere Quelle: Riphagen et al., Nutrients 2017, doi: 10.3390/nu9121334)
Genau an diesem Mechanismus setzt eine im Juni 2026 in JAMA Cardiology neu veröffentlichte Studie an. 180 Patientinnen und Patienten mit bestehender koronarer Herzerkrankung und nachgewiesener Gefäßverkalkung nahmen zwei Jahre lang täglich Menachinon 7 ein, die bioaktivste Form von Vitamin K2. Gemessen wurde der CAC Score, ein auf Computertomographie beruhender Wert, der das Ausmaß der Koronarverkalkung (betrifft die Herzgefäße) beschreibt. In der Placebogruppe stieg dieser Wert von durchschnittlich 145 auf 214 Einheiten. In der Gruppe mit Menachinon 7 stieg er von 135 auf 184 Einheiten. Vitamin K2 verlangsamte das Fortschreiten der Koronarverkalkung signifikant. Am deutlichsten zeigte sich der Effekt bei Plaques, die zu Studienbeginn noch nicht verkalkt waren, also genau dort, wo sich die Erkrankung gerade erst entwickelt. Nebenwirkungen wurden keine beobachtet.
(Unsere Quelle: Vossen et al., JAMA Cardiology 2026, doi: 10.1001/jamacardio.2026.1279)
Die Studie wurde mit einer Tagesdosis von 360 Mikrogramm durchgeführt. Diese Menge orientiert sich an früheren Untersuchungen zur vollständigen Aktivierung von MGP und liegt deutlich über dem, was in vielen verkäuflichen Präparaten enthalten ist.
Wir haben uns mit den Grundlagen von Vitamin K2 bereits intensiv beschäftigt, lange bevor diese Studie erschien. Bioaktivste Form, ausreichende Dosierung und das Zusammenspiel mit Vitamin D3 waren von Anfang an Teil unserer Überlegungen bei der Formulierung des Multis. Das Multi enthält Menachinon 7. Die Tagesdosis liegt bei 250 Mikrogramm, bei erhöhtem Bedarf bei 500 Mikrogramm.
Vitamin K2 in ausreichender Menge und in aktiver Form ist damit kein Nischenthema. Es betrifft einen relevanten Teil der Bevölkerung, deren Versorgung nicht ausreicht.
Bleiben Sie gesund und informiert!